Workshop Ruhrfestspiele 2016

„Ich kam als Konsument und bin als Akteur gegangen“

Die Teilnehmer/Innen des diesjährigen Workshops vom 20. - 24. Mai besuchten ein breites Spektrum an Inszenierungen im Programm der 70. Ruhrfestspiele in Recklinghausen. Von Varieté über Schauspiel bis hin zur musikalischen Lesung war alles dabei.

Ruhrfestspiele Recklinghausen

Ruhrfestspielhaus Recklinghausen Ruhrfestspielhaus Recklinghausen
06.06.2016
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Insbesondere die kontroverse Inszenierung „Oresteia“ des italienischen Theaterregisseurs Romeo Castellucci wer ein Schwerpunkt des Seminars. Historische Hintergründe des antiken griechischen Theaters und der Tragödie, die Analyse von Aufführungen sowie eine Führung durch das Festspielhaus waren Teil des Programms.

Der Ruhrfestspielworkshop hat auch beim Veranstalter Ruhrfestspiele inzwischen einen hohen Stellenwert erlangt. So kam es zu einem weiteren Highlight. Auch in diesem Jahr nahm sich der Festspielleiter der Ruhrfestspiele, Herr Frank Hoffmann, wieder viel Zeit für den Dialog mit den Teilnehmern des Workshops. Im Nachgang beschrieb Herr Hoffmann gegenüber dem Leiter des Adolf-Schmidt-Bildungszentrums, Kollegen Detlef Lüke, noch einmal ausdrücklich, dass er diesen Dialog als sehr anregend und konstruktiv empfunden hat. Auch über diesen Weg noch einmal herzlichen Dank an Herrn Hoffmann für die gute und freundliche Zusammenarbeit mit Ihnen und ihrem Team.

Ein weiterer Schwerpunkt des Workshops war der Stellenwert gewerkschaftlicher Kulturarbeit in der IG BCE. Immer wieder haben sich die Teilnehmenden des Workshops mit den politischen und emanzipatorischen Aspekten gewerkschaftlicher Kulturarbeit auseinander gesetzt und diesen Dialog als Chance für eine Bereicherung gewerkschaftlicher Basisarbeit vor Ort gesehen.

Herausgekommen sind erste Projekte auf Eigeninitiative der Teilnehmer/innen:

Der neu gegründete Kultur- und Theaterkreis des Bezirks Darmstadt besuchte die Ruhrfestspiele.

In Hamburg findet im Thalia-Theater anlässlich der 70. Jubiläums der Ruhrfestspiele eine Veranstaltung von IG BCE-Ortsgruppen aus Norddeutschland statt.

Beide Veranstaltungen erinnern an den Gründungsmythos der Ruhrfestspiele: „Kohle gegen Kunst. Kunst gegen Kohle“.

Die meisten Teilnehmer sind mit ganz konkreten „nächsten Schritten“ von Haltern am See aufgebrochen, um zurück in der Region mit der IG BCE vor Ort gewerkschaftliche Kulturarbeit (weiter) zu entwickeln. Allen Teilnehmenden herzlichen Dank für die wirklich gute und erfolgsversprechende Zusammenarbeit und viel Spaß bei der Umsetzung.

Stimmen aus dem Seminar:

„Die Kunst bei der Kulturarbeit ist die Vermittlung der Kultur.“

„Castellucci war schon eine Herausforderung aber auch eine Bereicherung.“

„Dieser Worksop motiviert mich tatsächlich aktiv zu werden.“
„Ich habe in unserem Bezirk große Unterstützung gefunden. Das hat mich beflügelt am Ball zu bleiben.“

„Ich habe einen neuen Blickwinkel über die Verbindung von Gewerkschaft und Kultur gewonnen, den ich gern weitervermitteln möchte“

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